egal, wie man sie nennt; man kann nach farbigen Muster-Vorlagen mosaiken, sticken, stricken, malen, weben. Vor über hundert Jahren wurden von Frauen und Kindern nach handcolorierten Vorlagen Perlenbeutel und Perlentaschen gefertigt.
Der Fass-Maler designte die Muster, die Perlfasserin zog Perle für Perle auf einen Faden auf, die Strickerin strickte den Faden von der Spule ab. Die daraus entstandene „Platte“ wurde auch nach Amerika exportiert. Und dann konnte Frau ihr Lieblingsmotiv käuflich erwerben und (je nach Geschmack oder Geldbeutel) eine Kordel anbringen oder sich vom Täschner einen Silberbügel montieren lassen.
Ich besitze einige der unterschiedlichsten Taschen und Beutel. Gestrickt, gehäkelt, bestickt.
Dass diese Fertigkeit nicht mehr rentabel war, liegt auch ein bisschen an Bruno Schneider. Er meldete um 1900 einen Perlwebstuhl zum Patent an (Patentschrift ist in meinem Besitz).
Die gewebten Beutel, Zierstücke für Behältnisse, Etuis usw. konnten viel kostengünstiger produziert werden und waren noch dazu sehr robust ! Ich habe auch noch Teile von Musterbüchern, wo verschiedene Designs von Webstücken „nach Katalog“ ausgesucht werden konnten. Dazu Schmuck, Broschen, Perlschnüre, Lampenfransen, Gürtel, Puppenbügel, Perlenbilder…….

Und ich darf eine sehr grosse Sammlung von handcolorierten Fassvorlagen aus dem Hause Bruno Schneider aus Annaberg/Buchholz, aus der Zeit vor 1900 mein Eigen nennen!!!
Nach zwei Jahren habe ich mich endlich dazu durchgerungen, nicht mehr egoistisch auf meinem Schatz zu sitzen, sondern ihn mit anderen Handarbeit-Begeisterten zu teilen.

Ich „übersetze“ die Vorlagen in eine pdf Datei, die man farbig ausdrucken und so bequem lesen kann. Dazu muss ich Farbtupfer für Farbtupfer in ein Extra Programm auf meinen PC übertragen. Deshalb dauert es ein bisschen, bis ich ein neues Muster fertig habe. Aber seht selbst, was alles schönes dabei ist!

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