Vorher: oberer gestrickter Rand eingerissen, Perlen sind „rostig“. Leider ist hier das Strickwerk so brüchig, dass ich es hier mit Band hinterlegen muss, damit ich die Perlchen überhaupt fixieren kann.

 

Stellenweise waren das Strickwerk und das Leinenfutter mit Kleber zusammengeklebt.

Der gestrickte Rand ist ausgefranst. Auch hier muss erst eine Stabilisierung angebracht werden, damit die Perlen Halt bekommen.

Nachdem der Beutel vom Bügel getrennt wurde, habe ich den kompletten Rand mit Tape unterlegt.

Der obere Beutelrand wurde einst auf schwarzem Faden gefädelt und ein bisschen „gesmokt“, damit er in den Rahmen passt. Hier haben wir auch Fehlstellen, die ich mit den Originalperlchen ersetzt habe.

Zum Vergleich: Mit einer 18er Nadel werden die winzigen Perlchen aufgenommen. Da die Perlchen noch manuell hergestellt und deswegen keinen gleich großen Perlenkanal haben, kann es immer wieder passieren, dass ich mit meiner eh schon dünnen Nadel die noch kleinere Perle „sprenge“.

Hier sieht man gut das Tape, auf welches ich die fehlenden Perlen einzeln aufsticke und mit den angrenzenden Perlchen fixiere. Den braunen Faden ziehe ich vorsichtig mit einer Pinzette heraus.

Hier kann man gut erkennen, wie jede einzelne Perle um die Schadstelle herum fixiert wurde. Den beigen Faden habe ich extra gewählt, weil er farblich gut zum alten Beutel passt.

Die erste Seite ist fertig.

 

Auf der zweiten Seite müssen drei Schadstellen ausgebessert werden.

Der Beutel muss vom Bügel getrennt werden. Die Schadstellen sind gut zu sehen. Mit Tape wird wieder der gesamte Beutelrand stabilisiert.

Hier sind die Fehlstellen mit Originalperlchen gefüllt.

Es sieht so aus, als hätte man in den gestrickten Beutel links und recht eingeschnitten, ein bisschen umgenäht und einen Bügel montiert. Das sehe ich oft bei Bügelbeutel. Schwachstellen sind die Seiten, wo sich das Bügelscharnier mit dem Strickwerk reibt.

Beutel und Innenfutter werden mit Schlingstich zusammen genäht.

Beim Scharnier noch ein paar fehlende schwarze Perlen ergänzt.

Die zweite Seite ist fertig. Man sieht schon am Schattenfall auf dem Foto, dass es spät geworden ist. An diesem Bügelbereich habe ich 7 Stunden gearbeitet! Insgesamt habe ich für das Erstellen des Rapports und die Montur der Fransen, dem untertapen des gesamten Bügelbereichs und div. kleinen Ausbesserungen 17 Stunden gebraucht. ABER: hier hatte ich mit extrem kleinen Perlchen und brüchigem Strickwerk zu tun. Und: das Ergebnis ist super geworden!

Petras Beutel mit neuen Fransen.