Sehr schönes Motiv, gestrickt. Nachträglich wurde vor Jahren/Jahrzehnten ein Metallbügel angebracht und innen mit Leder gefüttert.

 

Links und rechts an den Scharnieren sind Löcher zu erkennen, die zwangsläufig entstehen, wenn die Scharniere am Strickgewebe scheuern.

 

Der Boden ohne Fransen, Schlingen, Kugel oder ähnlichem.

 

Ein paar Fehlstellen tauchen bei genauem Hinsehen doch noch auf.

 

Die Vorarbeit ist, den Beutel vom Bügel zu trennen, wo wieder Fehlstellen auftauchen.

 

Der Beutel wurde schon verstärkt, bevor der Bügel angebracht wurde. Das Leder habe ich vom Strickwerk getrennt.

 

Was manchmal gar nicht so einfach war! Was auch immer das war; es klebt bombenfest!

 

Hier sieht man schön: Der gestrickte Beutel wurde links und rechts eingeschnitten, etwas umgenäht. Ein kleiner Rand wurde angehäkelt, um ihn an den Bügel nähen zu können.

 

Versteckte Fehlstellen, teils brüchiges Gewebe, Perlenverluste.

 

Hier musste ein Quadratzentimeter neu ergänzt und mit dem umliegenden Strickwerk verwebt/fixiert werden.

 

Dieser Teil war hartnäckig verklebt.

 

Geschafft. Das Lederfutter ist frei gelegt. Sieht super aus!

 

Der gestrickte Beutel. Sieht noch besser aus!

 

Harter Kleberest am linken Scharnier; wird entfernt.

 

Rechts steht das Leder weg, reibt am Beutel; kommt auch weg.

 

Perlen aus meinem Fundus. Der helle Grundton war aber leider heller / weisser als der meines „Patienten“

Da fiel mir ein, dass ich noch ein „to do Projekt“ in meiner Sammlung habe, dessen Fransenperlen eh neu gemacht werden müssen. Also habe ich die Fransen „geschlachtet“.

Farblich passen die perfekt.

Die Perlen schön aufgefädelt.

Hinten mit Band fixiert, dann jede Perle einzeln angenäht.

Als hätte nie etwas gefehlt.

Alle Löchlein sind repariert. Jetzt muss das Leder mit der Schnur (die war schon dran, dient zur Stabilisierung) und dem Strickwerk wieder in den Rahmen.

Den Beutel habe ich hier schon angenäht. Das Leder muss so verteilt werden, dass es keine Falten wirft.

Von außen sieht es schon mal gut aus. Oben sind keine Fehlstellen mehr zu sehen.

Mit einem dünnen, spitzen Werkzeug muss das Leder in den Rahmen geschoben werden, ohne es zu verletzen.

Geschafft! Das war meine grösste Herausforderung bei diesem Beutel…

Nach 9,5 Stunden Arbeit ist dieser Beutel wieder wie neu!

Die Seiten sind repariert…

… und zusätzlich stabilisiert.